Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte: Das Kümmerer-Programm und seine Monitoring Ergebnisse
Seit 2016 fördert das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus flächendeckend im Land rund 50 sogenannte „Kümmerinnen und Kümmerer“, welche unser duales Ausbildungssystem, mit einer großen Vielfalt an Berufen, unter den Zugewanderten bekannter machen.
Die vielfältigen Aufgaben der Kümmerinnen und Kümmerer
Ziel des Programms ist die Vermittlung junger Menschen in eine berufliche oder schulische Ausbildung.
Zu der Zielgruppe gehören neben Menschen mit Fluchthintergrund, Zugewanderte aus der EU sowie seit 2020 aus Drittstaaten. Mit dem neuen Förderaufruf vom 29. Juli 2024 wurde die Zielgruppe erneut ausgeweitet, indem nun auch Ausbildungsinteressierte aus der EU sowie Drittstaaten im Rahmen der Anwerbung aufgenommen wurden.
Die Kümmerinnen und Kümmerer identifizieren für eine Begleitung geeignete Zugewanderte, betreuen und vermitteln sie passgenau in betriebliche Praktika, Einstiegsqualifizierungen und Ausbildungen. Im Fokus steht die Betreuung der Programmteilnehmenden bis zur Eingliederung in Ausbildung. Insbesondere die Betreuung während Einstiegsqualifizierungen oder Praktika sowie bei Aufnahme einer Ausbildung für bis zu weiteren sechs Monate.
Die Kümmerinnen und Kümmerer sind auch Ansprechpersonen für Praktikums- und Ausbildungsbetriebe, die die jungen Menschen ausbilden wollen. Hier ist ein erhöhter Beratungsbedarf aufgrund vieler Anfragen zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) zu verzeichnen.
Auch führen die Kümmerinnen und Kümmerer Informationsveranstaltungen zum Thema betriebliche Ausbildung durch, insbesondere in den Vorbereitungsklassen der beruflichen Schulen (Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf (VAB), Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen (VABO) oder Ausbildungsvorbereitung dual (AVdual)) und in Sprachklassen von Bildungsträgern. Auch bieten Sie den Projektteilnehmenden Veranstaltungen zu weiteren ausbildungsrelevanten Themen an, soweit es keine entsprechenden Angebote von anderen Stellen gibt.
Die Kümmerinnen und Kümmerer bieten auch Unterstützung bei Beantragung von Förderungen und bei Behördengängen. Netzwerkarbeit und eine gute Zusammenarbeit mit Partnern in der Region (Agentur für Arbeit, Jobcenter, Bildungseinrichtungen, Integrations- und Migrationsdienste, etc.) sind für die Aufgabenwahrnehmung wesentlich. Auch unterstützen und beraten sie in der Anwerbung von Auszubildenden aus EU- und Drittstaaten.
Ergebnisse des Monitorings – Das Kümmerer-Programm in Zahlen
Um in regelmäßigen Abständen zu prüfen, wen das Programm bereits erreicht hat und wie es wirkt, werden Monitorings durchgeführt. Die FaFo im Statistischen Landesamt wertet die Daten aus und erstellt einen Ergebnisbericht in dem Sie übersichtliche Informationen über die Programmteilnehmenden, die Ausbildungsbetriebe und deren Branchenzugehörigkeit liefert oder auch die Nachhaltigkeit des Programmes analysiert.
Das letzte Monitoring wurde zum Stichtag 30. September 2025 erstellt und ist hier abrufbar:
Ergebnisse der Monitorings (PDF)
Weiterführende Informationen zum Kümmmerer-Programm finden Sie hier:
Übersicht der Kümmerinnen und Kümmerer vor Ort:
Regionale Übersicht der Träger und Kümmerer-Stellen (XLSX)
Seite des Ministeriums für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus:
Integration durch Ausbildung - Perspektiven für Zugewanderte (Kümmerer-Programm)
Kontakt im Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus:
E-Mail: IntegrationdurchAusbildung@wm.bwl.de