Informationen der Bundesagentur für Arbeit: Der Job-Turbo - Wie die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten gelingt
Im Oktober 2023 haben die Bundesregierung und die Bundesagentur für Arbeit mit Partnern aus der Wirtschaft den Job-Turbo ins Leben gerufen. Ziel ist es, arbeitsuchende Geflüchtete mit Ende ihres Sprachkurses in Beschäftigung zu bringen. Bereits heute haben viele Geflüchtete einen Einstieg in den baden-württembergischen Arbeitsmarkt gefunden.
Aktuell leben knapp 113.000 Ukrainerinnen und Ukrainer im erwerbsfähigen Alter in Baden-Württemberg, davon sind 74.400 (65,8 Prozent) bei den Jobcentern und Arbeitsagenturen gemeldet. Knapp 37 Prozent (27.566 Personen) waren im März arbeitslos gemeldet und 8.800 werden im zweiten Quartal 2024 ihren Sprachkurs beenden Zum Personenkreis des Job-Turbo zählen die arbeitsuchend gemeldeten Geflüchteten aus der Ukraine sowie aus den stärksten Asylherkunftsländern, die zwischen Herbst 2023 und Juli 2024 ihren Sprachkurs beenden.
Die Jobcenter investieren bereits in der letzten Phase des Sprachkurses in Beratungsgespräche, um gemeinsam zeitnah – wenn möglich direkt im Anschluss – eine geeignete Beschäftigung zu finden. Wer einen Integrationskurs absolviert hat, soll so schnell wie möglich Arbeitserfahrung sammeln und – wo möglich und sinnvoll – weiter qualifiziert werden, mit dem mittelfristigen Ziel einer möglichst nachhaltigen und potenzialadäquaten Integration in den Arbeitsmarkt.

In Baden-Württemberg liegt die Beschäftigungsquote (Stand Januar 2024) der Ukrainerinnen und Ukrainern bei 24,3 Prozent, die der Asylberechtigten bei 46,8 Prozent. Die wesentlichen Gründe für die noch geringere ukrainische Beschäftigungsquote liegen in dem deutlich höheren Frauenanteil, der notwendigen Kinderbetreuung sowie dem Faktor Zeit. Viele Ukrainerinnen und Ukrainer beendeten erst beziehungsweise werden ihren Sprachkurs demnächst beenden.
Die Ergebnisse für das erste Quartal 2024 zeigen, dass der Job-Turbo zu wirken beginnt. Insgesamt haben die Beschäftigungsaufnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Drittel zugenommen; die Beschäftigungsaufnahmen von arbeitslosen Ukrainerinnen und Ukrainer haben sich ausgehend von einem niedrigen Niveau sogar verdoppelt.
Beschäftigung ist der Schlüssel für eine gelingende Integration in Baden-Württemberg
Beschäftigung bedeutet Integration in die Gesellschaft sowie finanzielle Sicherheit. Die Menschen sammeln Arbeitserfahrung, finden in den Arbeitskolleginnen und -kollegen Unterstützung und erweitern ihre Netzwerke für sich und ihre Familie. Viele Unternehmen im Land suchen Fach- und Arbeitskräfte. Des Weiteren setzen die Jobcenter und Agenturen für Arbeit vor Ort verstärkt auf eine eng abgestimmte Zusammenarbeit mit Migrationsverbänden, Wohlfahrtsverbänden sowie Ehrenamtsstrukturen
Die Agenturen für Arbeit und Jobcenter können Praktika und Einarbeitungen fördern. Der Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit informiert und berät Sie gerne.
Hier finden interessierte Unternehmen das breite Spektrum der finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten: https://www.arbeitsagentur.de/k/job-turbo